| Martin Tauber wird am Freitag als einziger ÖSV-Langläufer im Olympia-Bewerb über über 15 km klassisch Österreich vertreten. Auf einen Einsatz von Jürgen Pinter und Johannes Eder hat die Teamführung im Hinblick auf deren Staffel-Nominierung für Sonntag (wegen des Ausfalls von Christian Hoffmann und Michail Botwinow) verzichtet.
Tauber hat im letzten Weltcuprennen über diese Distanz als Zweiter seinen ersten Podestplatz erobert, bleibt aber Realist. "In Davos ist alles optimal gelaufen, aber bei Olympia starten viele Klassik-Spezialisten, die frisch sind und noch keinen Renneinsatz gehabt haben. Daher bin ich vorsichtig mit der Prognose eines Top-Ten-Platzes. Mit den Top 15 wäre ich absolut zufrieden", erklärte der 29-jährige Seefelder. Insgeheim spekuliert er wohl aber doch mit einer neuerlichen Sensation. Die könnte durch optimales Material bei den erwartet schwierigen Wachsbedingungen eingeleitet werden.
Tauber ist nach dem ersten Rennen am Sonntag nach Hause gereist, um in geringerer Höhenlage die Regeneration zu fördern. "Schon am Dienstag habe ich im Training gesehen, dass ich mich gut erholt habe. Die Form passt", meinte Tauber. Bei seinem durch den Norweger Frode Estil ausgelösten Sturz am Sonntag hat er Prellungen im Unterschenkel erlitten, doch die Schmerzen sind dank einer physiotherapeutischen Behandlung verschwunden.
Zu den Athleten, die noch kein Rennen in Pragelato in den Beinen haben zählen die estnischen Klassik-Spezialisten Andrus Veerpalu und Jaak Mae, die 2002 Gold und Bronze geholt hatten, und Lokalmatador Fulvio Valbusa (ITA); dazu kommen der Norweger Estil (Zweiter in Salt Lake City), dessen Landsleute Odd Björn Hjelmeseth und Jens Arne Svartedal sowie Russen und Deutsche als Medaillenanwärter.
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